Mainz, 10.11.2025: Nach der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Karrié Bauwerkserhaltung GmbH am 20. Oktober 2025 hat das Amtsgericht Mainz am 3. November 2025 auch die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Karrié Bau GmbH angeordnet, dabei handelt es sich um die in Mainz ansässige Muttergesellschaft. In beiden Fällen bestellte das Gericht Rechtsanwalt Götz Lautenbach von der auf die Sanierung von Unternehmen spezialisierten Kanzlei BBL zum vorläufigen Insolvenzverwalter.
Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern hat sich Lautenbach inzwischen ein umfassendes Bild über die aktuelle Situation der beiden Unternehmen gemacht. „Der Geschäftsbetrieb wurde zwischenzeitlich stabilisiert. Zudem haben sich bereits strategische Investoren bei der vorläufigen Insolvenzverwaltung gemeldet, die an einem Investment interessiert sind. Das ist eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Sanierung“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Lautenbach.
Die bestehenden Aufträge werden ausgeführt und auch neue Aufträge angenommen. Geschäftsführung und vorläufiger Insolvenzverwalter haben bereits mit den wesentlichen Auftraggebern sowie Lieferanten und Nachunternehmern intensive Gespräche hinsichtlich einer dauerhaften Fortführung des operativen Geschäfts beider Gesellschaften geführt.
Die Ansprüche der Mitarbeiter sind über das sogenannte Insolvenzgeld für drei Monate gesichert, in dieser Zeit können die Gesellschaften die Kostenentlastung nutzen, um sich zukunftssicher aufzustellen.
Die Karrié Bau GmbH ist ein inhabergeführtes Bauunternehmen mit Sitz in Mainz, die Tochtergesellschaft Karrié Bauwerkserhaltung GmbH unterhält Geschäftsstellen in München, Stuttgart, Recklinghausen, Erfurt und Hamburg. Beide Gesellschaften erzielten im letzten Geschäftsjahr zusammen einen Umsatz in Höhe von ca. 77 Mio. Euro und beschäftigen derzeit insgesamt 352 Mitarbeiter.
Die Gründe für die Insolvenzanträge sind vielschichtig. Zum einen sind diese in den hohen Einkaufspreissteigerungen begründet, die nicht vollumfänglich an die Auftraggeber weitergereicht werden konnten. Zum anderen ergaben sich Projektverzögerungen durch Wetter-, Planungs- und Genehmigungshindernisse, hinzu kamen unerwartete Personalabgänge bei einer Geschäftsstelle der Karrié Bauwerkserhaltung GmbH.
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