Bobingen/Augsburg, 3. Juni 2026. Das Amtsgericht Augsburg hat mit Beschluss vom 2. Juni 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der STL Steuerungs-Technik-Leuthe GmbH angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Constantin Graf Salm-Hoogstraeten von der auf Unternehmenssanierungen spezialisierten Kanzlei BBL Brockdorff. Gemeinsam mit Rechtsanwältin Grit Rademacher begleitet er das Verfahren und hat unmittelbar nach der Bestellung die Arbeit aufgenommen.
Gemeinsam mit ihrem Team verschaffen sich Constantin Salm-Hoogstraeten und Grit Rademacher derzeit ein umfassendes Bild von der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb stabil fortzuführen und die Sanierungsmöglichkeiten des Automatisierungsspezialisten zu prüfen und ggf. auch über einen gezielten M&A-Prozess kurzfristig mögliche Investoren zu identifizieren.
„Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt. Die bestehenden Kundenprojekte laufen weiter und auch neue Aufträge können bearbeitet werden. Gemeinsam mit der Geschäftsführung werden wir alles daran setzen die Voraussetzungen für eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens zu schaffen“, erklärt Graf Salm-Hoogstraeten.
Die STL Steuerungs-Technik-Leuthe GmbH mit Sitz in Bobingen ist auf Automatisierungs- und Robotiklösungen für Industrieunternehmen spezialisiert. STL begleitet seine Kunden von der Analyse über die Konstruktion bis zur Inbetriebnahme kompletter Automatisierungslösungen. Das Unternehmen ist zudem zertifizierter Integrationspartner von Universal Robots. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von rund 2 Millionen Euro und beschäftigt derzeit insgesamt rund 15 Mitarbeiter.
Grund für den Insolvenzantrag ist insbesondere die anhaltend schwierige wirtschaftliche Entwicklung in Teilen der Industrie sowie eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft vieler Kunden im Bereich Automatisierungs- und Produktionstechnik. Dadurch kam es zuletzt zu Liquiditätsengpässen, die eine Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens erforderlich machten.
Die laufenden Projekte werden unverändert fortgeführt. Geschäftsführung, vorläufige Insolvenzverwaltung sowie die Mitarbeiter arbeiten gemeinsam daran, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens aufrechtzuerhalten und die Kunden weiterhin zuverlässig zu betreuen.
Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich Juli 2026 gesichert. Dadurch verfügt das Unternehmen über die notwendige Stabilität, um die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen.
Über BBL Brockdorff
BBL gehört seit vielen Jahren zu den bundesweit führenden Kanzleien mit klarem Fokus auf Sondersituationen – Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz. Mit mehr als 200 Mitarbeitenden, darunter 50 Anwältinnen und Anwälten ist die Kanzlei deutschlandweit präsent, zudem gibt es ein Büro in London.
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