BBL: Caritasstift Sankt Josef in Verden saniert sich in Eigenverwaltung

  • Gute Chancen für das Alten- und Pflegeheim in Eigenverwaltung
  • Georg Schloenbach begleitet Sanierung als (vorläufiger) Sachwalter und überwacht das Verfahren
  • Patientenversorgung und Fortführung des Geschäftsbetriebs erfolgt unverändert

Verden, 04.07.2025: Die Caritasstift Sankt Josef gemeinnützige GmbH in Verden hat am 1. Juli 2025 ein Verfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Verden folgte dem Antrag mit Beschluss vom 3. Juli 2025 und bestellte Rechtsanwalt Georg Schloenbach von der auf Sondersituationen spezialisierten Kanzlei BBL zum vorläufigen Sachwalter. Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein spezielles Sanierungsverfahren, bei dem das bisherige Management den Betrieb weitgehend eigenverantwortlich saniert und die Sanierung vom (vorläufigen) Sachwalter überwacht wird. Die Löhne und Gehälter der rund 100 Mitarbeitenden sind für drei Monate durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Das eigenverwaltende Unternehmen wird von Rechtsanwalt Dr. Hans-Joachim Berner und Rechtsanwalt Marc Kampfenkel (beide WILLMERKÖSTER) beraten und entwickelt gemeinsam einen Plan zur dauerhaften Fortführung und Sanierung der Pflegeeinrichtung. Georg Schloenbach überwacht und unterstützt mit seinem Team die umzusetzenden Maßnahmen und achtet darauf, dass Vertragspartner und sonstige Gläubiger durch diese keine Nachteile erfahren. Zum Team von BBL gehören neben Schloenbach auch Rechtsanwältin Sonja Welzel und Rechtsanwalt Joseph Bock.

„Mit seinen rund 100 Mitarbeitenden, der zentralen Lage in Verden und der auch gesellschaftlichen Verflechtung mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Verden ist die Einrichtung in der Stadt und der Region fest verwurzelt und durch seine nachweislich guten Leistungen angesehen“, erklärt Hans-Werner Hinnenthal, Geschäftsführer der Caritasstift Sankt Josef gemeinnützige GmbH. „Unser Ziel ist es daher, den Betrieb mit seinen Arbeitsplätzen nachhaltig zu erhalten“, erklärt Hinnenthal weiter.

„Die wirtschaftlichen Bedingungen für stationäre Pflegeeinrichtungen bleiben äußerst angespannt. Hohe Personalkosten, lange Wartezeiten bei der Abrechnung mit den Krankenkassen und ein erheblicher bürokratischer Aufwand in der Pflegedokumentation machen eine kostendeckende Betriebsführung schwierig“, erklärt der vorläufige Sachwalter. Gleichzeitig bestehe jedoch eine stetig steigende Nachfrage seitens Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen, was grundsätzlich eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Restrukturierung des Unternehmens biete.

Das Unternehmen bietet Pflegedienstleistungen mit rund 85 Plätzen am Standort Verden (Aller) an. Es erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von gut 5 Mio. EUR.


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